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Neuer Vorsteher beim Finanzamt Herzberg a.H.

Am 15. März 2010 verabschiedete Finanzpräsident (FP) Dieter Meyer, Leiter der Abteilung Steuer der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, Herrn Regierungsdirektor Jürgen Klein, der das Amt seit 2008 geleitet hat, und wünschte ihm für seine neue Aufgabe als Referatsleiter des Servicemanagement in der OFD Niedersachsen alles Gute.

Herr Heinisch trat 1993 beim Finanzamt Hannover-Land II als Regierungsassessor in den Dienst der niedersächsischen Finanzverwaltung. Es folgten Wechsel zu den FÄ Herzberg, Hannover-Land II und Göttingen, bevor er 2003 als ständiger Vertreter des Vorstehers zum FA Goslar ging.

FP Meyer wies in seiner Rede auf die immer weiter wachsende Differenziertheit und Kompliziertheit des deutschen Steuerrechts sowie die unermüdliche Aktivität des Steuergesetzgebers hin. Nicht zu vergessen sei die Rechtsprechung. So habe der Bundesfinanzhof in seinem kürzlich veröffentlichten Beschluss vom 21. September 2009 zum Aufteilungs- und Abzugsverbot gemischter Aufwendungen eine Abkehr von rd. 30 Jahren gefestigter Rechtsprechung vollzogen. "Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind noch nicht im Einzelnen überschaubar, sie werden aber nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Bearbeitung künftiger Steuerfälle haben.", so FP Meyer.

Aber selbst ohne neue Gesetzesvorhaben oder solch gravierende Änderungen in der Rechtsprechung stehe die Steuerverwaltung vor großen Herausforderungen in den nächsten Jahren. So werden allein die Finanzämter in Niedersachsen in den nächsten Jahren zusätzlich rd. 11,5 Mio. Rentenbezugsmitteilungen zu bearbeiten haben. Hinzu komme der Wegfall der Papierlohnsteuerkarte und damit eine Verlagerung der Pflege der lohnsteuerlichen Abzugsmerkmale von den Gemeinden auf die Finanzämter sowie die für den Jahreswechsel 2011/2012 geplante Umstellung auf die bundesweit vereinheitlichte steuerliche Datenverarbeitung (KONSENS I). All dies erfordere eine hohe Motivation und Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so FP Meyer.

Das FA Herzberg beschäftigt zz. 118 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Steueraufkommen lag 2009 bei ca. 300 Mio. Euro und damit knapp 50 Mio. über dem Ergebnis von 2008.

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