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Häufige Fragen/FAQ

Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM)


Fragen:
Warum wurde die Lohnsteuerkarte abgeschafft?
Was benötigt mein Arbeitgeber für die Lohnabrechnung von mir?
Wo finde ich meine steuerliche Identifikationsnummer?
Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert?
Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich meinem Arbeitgeber anzeigen?
Wer kann meine Daten abrufen und welchen Einfluss habe ich darauf?
Wozu benötigt mein Arbeitgeber diese Daten?
Wo beantrage ich, dass keine Kinderfreibeträge ausgewiesen werden?
Was mache ich, wenn ich ein neues Beschäftigungsverhältnis beginne?
Was mache ich, wenn mein Arbeitsverhältnis endet?
Wie werde ich über meine ELStAM informiert?
Ich lebe in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Kann ich die Steuerklasse III erhalten?
Ich habe geheiratet. Welche Nachweise benötigt das Finanzamt, damit ich und mein Ehepartner in eine familiengerechte Steuerklasse eingereiht werden können?
Welche Unterlagen muss ich dem Finanzamt vorlegen, wenn ich mit meinem Ehepartner/Lebenspartner eine andere Steuerklassenkombination wähle?
Was muss ich tun, wenn sich meine Verhältnisse geändert haben?
Wo kann ich mir den Vordruck zur Berücksichtigung eines Freibetrages im Lohnsteuerabzugsverfahren herunterladen?
Kann ich für Unterhaltszahlungen an meinen von mir geschiedenen bzw. dauernd getrennt lebenden Ehegatten einen Freibetrag berücksichtigen lassen? Wie hoch ist der Höchstbetrag in Euro?
Welche Unterlagen sind für die Berücksichtigung von Kindern notwendig (z. B. aufgrund der Geburt eines Kindes)?
Welche Unterlagen sind für die Eintragung eines über 18 Jahre alten Kindes erforderlich?
Ich habe zurzeit die Steuerklasse I. Kann ich für mein über 18 Jahre altes Kind die Steuerklasse II mit 0,5 Kinderfreibeträgen bekommen, wenn das Kind nur bei mir gemeldet ist?
Mein Ehegatte und ich leben getrennt und haben ein behindertes Kind. Kann der Behinderten-Pauschbetrag auf meinem Ehegatten oder auf uns beide übertragen werden?
Ich habe mich nach einer dauernden Trennung mit meinem Ehegatten wieder versöhnt. Wie kann ich sicherstellen, dass ich mit meinem Ehegatten weiter die familiengerechte Steuerklasse erhalte?
Ich bin in die Kirche eingetreten bzw. aus der Kirche ausgetreten. Wie ist sichergestellt, dass mein Arbeitgeber den richtigen Kirchensteuerabzug vornimmt?
Wie bekomme ich als Arbeitgeber Informationen über das Thema ELStAM?

Antworten:
Frage: Warum wurde die Lohnsteuerkarte abgeschafft?
Die Lohnsteuerkarte war bislang ein unverzichtbares Mittel, um dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Mit der Produktion, Versendung und Verwaltung der Lohnsteuerkarten war immer ein hoher Aufwand verbunden. Durch den technischen Fortschritt lässt sich die Bereitstellung der notwendigen Informationen besser organisieren. Mit der Umstellung auf ein elektronisches Verfahren (das. sog. ELStAM-Verfahren - Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) wird das Lohnsteuerabzugsverfahren schneller, sicherer und effizienter. Das ELStAM-Verfahren ersetzt die bisherige Lohnsteuerkarte. die Notwendigkeit von (Papier-)Bescheinigungen besteht nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere zur Behebung von technischen Problemen.

Frage: Was benötigt mein Arbeitgeber für die Lohnabrechnung von mir?

Anstelle der Lohnsteuerkarte benötigt Ihr Arbeitgeber nur noch einmalig

  • Ihre steuerliche Identifikationsnummer und Ihr Geburtsdatum
  • sowie eine Auskunft darüber,
    • ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt und

Bestand das Arbeitsverhältnis schon im Vorjahr, sind dem Arbeitgeber diese Daten bereits bekannt.
Ggfs. jährlich

  • in welcher Höhe ein nach § 39a Abs. 1 S. 1 Nr. 7 EStG festgestellter Freibetrag ( sog. Hinzurechnungsbetrag) abgerufen werden soll.


Frage: Wo finde ich meine steuerliche Identifikationsnummer?

Ihre steuerliche Identifikationsnummer wurde Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) schriftlich mitgeteilt und ist auf Schreiben Ihres Finanzamtes oder auf Ihren Einkommensteuerbescheiden aufgedruckt. Zusätzlich ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet, die Identifikationsnummer auf der Lohnabrechnung auszuweisen.


Verfügen Sie nicht mehr über Ihre Identifikationsnummer, haben Sie die Möglichkeit, beim BZSt die Übersendung eines Schreibens mit der Identifikationsnummer erneut zu veranlassen. Auf den Internetseiten des steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung. Die Nutzung dieses Formulars beschleunigt die Bearbeitung.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen die IdNr. aus datenschutzrechtlichen Gründen nur per Brief mitgeteilt werden kann.


www.elster.de zur steuerlichen Identifikationsnummer erhalten Sie beim BZSt. Das neue Mitteilungsschreiben wird an die im BZSt gespeicherte Anschrift versendet. Ansprechpartner ist grundsätzlich das BZSt, das Finanzamt kann die Identifikationsnummer aber ebenso schriftlich mitteilen.


Anschrift des Bundeszentralamts für Steuern:
Bundeszentralamt für Steuern
An der Küppe 1
53225 Bonn


Frage: Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert?

Es werden keine zusätzlichen persönlichen Daten erhoben.

Bei der Finanzverwaltung werden nur die steuerrechtlichen Informationen gespeichert, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren sowie die melderechtlichen Daten, die wie bisher von den Gemeinden an die Finanzverwaltung übermittelt werden (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Die steuerlichen Informationen werden auch als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.

Welche aktuellen ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie mit Beginn des elektronischen Verfahrens jederzeit über das ElsterOnline-Portal abrufen. Dazu ist eine Authentifizierung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer im ElsterOnline-Portal notwendig. Darüber hinaus ist Ihr zuständiges Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte zu Ihren gespeicherten ELStAM.


Frage: Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich meinem Arbeitgeber anzeigen?

Ihrem Arbeitgeber müssen Sie keine Änderungen Ihrer Lohnsteuerabzugsmerkmale anzeigen. Ihr Arbeitgeber hat die ihm zum Abruf bereitgestellten ELStAM beim Lohnsteuerabzug zu verwenden. Sofern nicht bereits eine automatisierte Änderung der ELStAM erfolgt (z. B. Kirchenaustritt), sind die Änderungen stets Ihrem Finanzamt gegenüber anzuzeigen.


Frage: Wer kann meine Daten abrufen und welchen Einfluss habe ich darauf?

Nur Ihr aktueller Arbeitgeber (Hauptarbeitgeber) ist zum Abruf der ELStAM berechtigt. Haben Sie mehr als einen Arbeitgeber, können auch alle weiteren Arbeitgeber (Nebenarbeitgeber) die für die Lohnsteuerberechnung erforderlichen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht nur ein Teil der ELStAM zum Abruf zur Verfügung (Steuerklasse VI, Kirchensteuerabzugsmerkmale und gegebenenfalls ein Freibetrag).
Sie können selbst bestimmen, welchem Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon ausgeschlossen sein sollen (Positivliste/Teilsperrung/Vollsperrung). Den Antrag können Sie schriftlich mit dem Vordruck Anträge zu den elektronischen Abzugsmerkmalen" bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen.
Hat der aktuelle Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach Steuerklasse VI zu besteuern.


Frage: Wozu benötigt mein Arbeitgeber diese Daten?
Ihr Arbeitgeber benötigt diese Daten (Lohnsteuerabzugsmerkmale) ausschließlich für die Berechnung und Abführung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags sowie gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Frage: Wo beantrage ich, dass keine Kinderfreibeträge ausgewiesen werden?

Durch den Abruf der ELStAM des Arbeitnehmers bei der Finanzverwaltung erhält der Arbeitgeber künftig auch Auskünfte über die Anzahl der Kinderfreibeträge des Arbeitnehmers. Dies kann jedoch auf Wunsch unterdrückt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.


Frage: Was mache ich, wenn ich ein neues Beschäftigungsverhältnis beginne?

Ihr Arbeitgeber benötigt von Ihnen einmalig:

  • Ihre steuerliche Identifikationsnummer und Ihr Geburtsdatum
  • sowie eine Auskunft darüber,
    • ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt und

Ggfs dann jährlich

  • in welcher Höhe ein nach § 39a Abs. 1 S. 1 Nr. 7 EStG festgestellter Freibetrag ( sog. Hinzurechnungsbetrag) abgerufen werden soll.

Frage: Was mache ich, wenn mein Arbeitsverhältnis endet?

Ihr Arbeitgeber teilt dem Bundeszentralamt für Steuern die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit. Sie als Arbeitnehmer müssen nichts weiter veranlassen.


Frage: Wie werde ich über meine ELStAM informiert?

Der Arbeitgeber hat die ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) in der Lohnabrechnung auszuweisen und ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer unverzüglich einen Ausdruck der Lohnabrechnung mit den übermittelten ELStAM auszuhändigen oder elektronisch bereitzustellen.


Frage: Ich lebe in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Kann ich die Steuerklasse III erhalten?

Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 7. Mai 2013 zu den Verfassungsbeschwerden (2 BvR 909/06, 2 BvR 1981/06 und 2 BvR 288/07) entschieden, dass die Ungleichbehandlung von Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern in den Vorschriften der §§ 26, 26b, 32a Abs. 5 EStG zum Ehegattensplitting mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG nicht vereinbar ist.

Durch das Gesetz vom 15. Juli 2013 zur Änderung des Einkommensteuergesetzes in Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Mai 2013 (BGBl I 2013, S. 2397) sind sämtliche Regelungen des Einkommensteuergesetzes zu Ehegatten und Ehen auch auf Lebenspartner und Lebenspartnerschaften anzuwenden (§ 2 EStG). Die neue Regelung stellt sicher, dass Verheiratete und eingetragene Lebenspartner bei der Einkommensteuer und auch beim Lohnsteuerabzug gleichzubehandeln sind

Bei Lebenspartnerschaften können die für Ehegatten möglichen Steuerklassenkombinationen noch nicht automatisiert gebildet werden. Deshalb stellt Ihnen das zuständige Finanzamt auf Antrag eine (Papier-)Bescheinigung für den zutreffenden Lohnsteuerabzug aus, die dem Arbeitgeber vorzulegen ist. Der Abruf Ihrer elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale wird für den Arbeitgeber bis zur automatisierten Umsetzung gesperrt. Ohne Antrag erfolgt der Lohnsteuerabzug nach Ihrer bisherigen Steuerklasse.

Das Bundesministerium für Finanzen hat ein Merkblatt zur Steuerklassenwahl für Arbeitnehmer-Ehegatten und für Lebenspartnerschaften herausgegeben.


Frage: Ich habe geheiratet. Welche Nachweise benötigt das Finanzamt, damit ich und mein Ehepartner in eine familiengerechte Steuerklasse eingereiht werden können?

Das Finanzamt erhält durch die dem ELStAM-Verfahren zugrundeliegenden Meldedaten Kenntnis über die Heirat und stellt die geänderten Lohnsteuerabzugsmerkmale dem Arbeitgeber zum Abruf bereit, sofern der Lohnabzug nach der Steuerklassenkombination IV/IV erfolgen soll. Nachweise sind dem Finanzamt in der Regel nicht vorzulegen.


Frage: Welche Unterlagen muss ich dem Finanzamt vorlegen, wenn ich mit meinem Ehepartner/Lebenspartner eine andere Steuerklassenkombination wähle?

Ehegatten/Lebenspartner werden grundsätzlich in die Steuerklasse IV eingereiht, es sei denn, sie wählen eine andere Steuerklassenkombination. Das Bundesministerium für Finanzen hat ein Merkblatt zur Steuerklassenwahl für Arbeitnehmer-Ehegatten und für Lebenspartnerschaften herausgegeben. Für die Änderung der Steuerklasse steht Ihnen ein Vordruck zur Verfügung. Bitte legen Sie den von beiden Ehegatten/Lebenspartnern unterschriebenen Antrag dem Finanzamt vor. Der Steuerklassenwechsel wird mit Wirkung vom Beginn des Kalendermonats an berücksichtigt, der auf die Antragstellung folgt.


Frage: Was muss ich tun, wenn sich meine Verhältnisse geändert haben?

Sofern im ELStAM-Verfahren eine automatisierte Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale erfolgt (Kirchenein- und austritt, Heirat oder Geburt oder Tod eines Kindes), entfällt eine Verpflichtung die geänderten Verhältnisse Ihrem Finanzamt anzuzeigen. Folgende Veränderungen müssen Sie Ihrem Finanzamt anzeigen:

  • Wegfall der Voraussetzung für eine ungünstigere Steuerklasse (z. B. der Voraussetzungen des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende),
  • Das dauernde Getrenntleben von Ehegatten/Lebenspartnern,
  • Änderungen der zu berücksichtigenden Zahl der Kinderfreibeträge bei Kindern über 18 Jahre oder
  • Änderungen der Höhe des Frei- und Hinzurechnungsbeträge zu Ihren Ungunsten

Frage: Wo kann ich mir den Vordruck zur Berücksichtigung eines Freibetrages im Lohnsteuerabzugsverfahren herunterladen?
Sie finden die Vordrucke unter "Aktuelles & Service > Steuervordrucke > Lohnsteuer", indem Sie dort das gewünschte Jahr auswählen. Bitte beachten Sie, dass nur die Antragsformulare vorhanden sind, die das laufende oder das nächste Jahr betreffen.

Frage: Kann ich für Unterhaltszahlungen an meinen von mir geschiedenen bzw. dauernd getrennt lebenden Ehegatten einen Freibetrag berücksichtigen lassen? Wie hoch ist der Höchstbetrag in Euro?
Unterhaltsleistungen an den geschiedenen bzw. dauernd getrennt lebenden Ehegatten können bis zur Höhe von 13.805 € im Kalenderjahr als Sonderausgaben abgezogen werden. Dieser Betrag erhöht sich um die Aufwendungen für die Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten. Ihr geschiedener bzw. dauernd getrennt lebender Ehegatte muss dem Abzug der Aufwendungen allerdings durch Unterschrift auf dem amtlichen Vordruck Anlage U zustimmen, weil er die Unterhaltszahlungen als sonstige Einkünfte versteuern muss.

Wenn Ihre Aufwendungen 636 € übersteigen und Ihr geschiedener bzw. dauernd getrennt lebender Ehegatte zugestimmt hat, können Sie sich einen entsprechenden Freibetrag von Ihrem Finanzamt eintragen lassen. Reichen Sie dazu bitte den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung und die ausgefüllte und auch vom geschiedenen bzw. dauernd getrennt lebenden Ehegatten unterschriebene Anlage U beim Finanzamt ein. Die Vordrucke bekommen Sie entweder bei Ihrem Finanzamt oder als Download auf dieser Seite im Bereich "Vordrucke".

Frage: Welche Unterlagen sind für die Berücksichtigung von Kindern notwendig (z. B. aufgrund der Geburt eines Kindes)?

Die Meldebehörden übermitteln die Geburt des Kindes an das BZSt. Kinder unter 18 Jahre werden folglich automatisch berücksichtigt. Nachweise sind dem Finanzamt in der Regel nicht vorzulegen.


Frage: Welche Unterlagen sind für die Eintragung eines über 18 Jahre alten Kindes erforderlich?
Kinder über 18 Jahre werden auf Antrag von Ihrem Finanzamt als Lohnsteuerabzugsmerkmal berücksichtigt. Die Voraussetzungen für die Berücksichtigung des Kindes ergeben sich im Einzelnen aus Abschnitt B des Antrags auf Lohnsteuer-Ermäßigung bzw. aus Abschnitt C des vereinfachten Antrags auf Lohnsteuer-Ermäßigung. Dem Antrag sind Nachweise für die jeweiligen Antragsgründe (z.B. Schulbescheinigungen) beizufügen. Einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung erhalten Sie selbstverständlich auch bei Ihrem Finanzamt.

Frage: Ich habe zurzeit die Steuerklasse I. Kann ich für mein über 18 Jahre altes Kind die Steuerklasse II mit 0,5 Kinderfreibeträgen bekommen, wenn das Kind nur bei mir gemeldet ist?

Haben Sie als Alleinerziehende/r für Ihr Kind einen Anspruch auf einen Kinderfreibetrag , so kann die Steuerklasse II auf Antrag gewährt werden.


Frage: Mein Ehegatte und ich leben getrennt und haben ein behindertes Kind. Kann der Behinderten-Pauschbetrag auf meinem Ehegatten oder auf uns beide übertragen werden?
Der Behinderten-Pauschbetrag nach § 33b Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes, der Ihrem Kind zusteht, kann auf Antrag auf Sie übertragen werden, wenn Ihr Kind ihn nicht in Anspruch nimmt. Grundsätzlich wird der Pauschbetrag hälftig auf beide Eltern aufgeteilt, aufgemeinsamen Antrag der Eltern ist allerdings auch eine andere Aufteilung möglich.

Im Jahr der Trennung werden die Lohnsteuerklassen durch die Trennung selber nicht berührt. Sie können allerdings im Einvernehmen mit Ihrem Ehegatten einen Steuerklassenwechsel beantragen (III/V in IV/IV oder V/III bzw. IV/IV in III/V), sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine ungünstigere Steuerklasse als die bisherige zu beantragen. Die dauernde Trennung ist gegenüber Ihrem Wohnsitzfinanzamt mit dem Vordruck "Erklärung zum dauernden Getrenntleben" zu erklären.

Im folgenden Jahr werden Sie und Ihr getrennt lebender Ehegatte grundsätzlich wie Ledige behandelt. Sie erhalten automatisiert jeweils die Lohnsteuerklasse I. Sofer Sie in die Steuerklasse II eingereiht werden möchten, ist hiefür ein gesonderter Antrag erforderlich. Sie können mit dem interaktiven Abgabenrechner die monatliche finanzielle Auswirkung berechnen. Der Kinderfreibetrag hat allerdings nur Auswirkungen auf die Höhe der Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag. Die Eintragung kann nur bis zum 30. November des laufenden Jahres beantragt werden. Im Übrigen kann eine Berücksichtigung des Kindes im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung erfolgen.

Frage: Ich habe mich nach einer dauernden Trennung mit meinem Ehegatten wieder versöhnt. Wie kann ich sicherstellen, dass ich mit meinem Ehegatten weiter die familiengerechte Steuerklasse erhalte?
Die Wiederaufnahme der Ehe können Sie gegenüber Ihrem Finanzamt erklären. Verwenden Sie hierfür bitte den amtllichen Vordruck "Erklärung zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft". Der Vordruck ist von beiden Ehegatten zu unterschreiben.

Frage: Ich bin in die Kirche eingetreten bzw. aus der Kirche ausgetreten. Wie ist sichergestellt, dass mein Arbeitgeber den richtigen Kirchensteuerabzug vornimmt?

Die rechtliche Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft sowie das Datum des Ein- und Austritts von den zuständigen Meldebehörden dem Bundeszentralamt für Steuern elektronisch übermittelt und beim Lohnsteuerabzugs automatisiert berücksichtigt. Sie haben somit nichts weiter zu veranlassen.


Frage: Wie bekomme ich als Arbeitgeber Informationen über das Thema ELStAM?
Umfangreiche Informationen zum Thema ELStAM entnehmen Sie bitte der Internetseite www.elster.de.

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