Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen (SBN) ist für sämtliche Hochschulen (Universitäten, Technische Universitäten und Fachhochschulen), die mit ihren Standorten in ganz Niedersachsen verteilt sind, tätig.
Von der Bauunterhaltung in den Gebäuden und Liegenschaften über kleine und große Neu-, Um- und Erweiterungsprojekte bis hin zu Ziel- und Entwicklungsplanungen reicht das Aufgabenspektrum der Bauämter vor Ort. Unterstützt werden sie dabei durch die Oberfinanzdirektion mit dem Hochschulbaureferat Bau 32 sowie sämtlichen Fachreferaten und durch das niedersächsische Finanzministerium mit dem Referat 22, Hochbau des Landes. Bauunterhaltung und kleine Bauprojekte (bis 1 Millionen Euro) werden zwischen der nutzenden Verwaltung und dem Baumanagement vor Ort direkt abgestimmt und baulich umgesetzt. Große Bauprojekte (über 1,5 Millionen Euro) erfordern ein vom Regelverfahren bei Landesbauten abweichendes Vorgehen, weil hier auf der Grundlage des Hochschulbauförderungsgesetzes (HBFG) der Bund die Kosten für Grunderwerb, die Baumaßnahme selbst und die Ersteinrichtung zu 50 % mitfinanziert.
Neubau für den Fachbereich Angewandte Automatisierungstechnik; Fachhochschule Nordostniedersachsen, Lüneburg-Volgershall
Umfassende Beratung der Hochschulen durch die Landesbauabteilung der Oberfinanzdirektion Hannover zum Raumbedarf, zu konkreten Planungen und zu den Kosten sind hierfür eine wesentliche Grundlage. Die Projektdaten, die auf qualifizierten Planungen basieren müssen, werden zum jährlich fortgeschriebenen "Rahmenplan für den Hochschulbau" angemeldet und sichern bei positivem Votum des Wissenschaftsrates die anteilige Mitfinanzierung des Bundes zum Landeshaushalt. Seit einigen Jahren werden in ihm Haushaltsmittel aus einem speziell zur Finanzierung von Bauten für Lehre und Forschung eingerichteten Hochschulbauplafond (2001 : rd. 248 Millionen DM) bereitgehalten.
Als Sonderfinanzierungsformen sind zu erwähnen: Mittel aus dem VW-Vorab (einer Volkswagen-Stiftung), vom jeweiligen Nutzer eingeworbene Drittmittel aus der Industrie oder von Forschungsgesellschaften sowie zeitlich begrenzt Bundesmittel aus dem gesondert aufgelegten Leasingkorridor. Diese Bundesmittel konnten in Niedersachsen für die derzeit in Bau befindlichen Großprojekte "Neubau für die Fakultät für Physik, 1. Bauabschnitt" der Universität Göttingen und "Neubau eines Transplantationsforschungszentrums und einer Frauenklinik" der Medizinischen Hochschule Hannover eingeworben werden.
Neubau für die Technische Informatik der Universität Hannover
Das Spektrum der Bauaufgaben ist entsprechend der Vielfalt der Ausbildungs- und Forschungsinhalte in den niedersächsischen Hochschulen breit gefächert und reicht von der Grundinstandsetzung mit denkmalpflegerischen Anforderungen bis hin zu Neubauten für aktuelle Forschungsschwerpunkte in Maschinenbau oder Biotechnologie. So wurden im Jahr 2001 durch das Staatliche Baumanagement Niedersachsen, bei Vergabe eines überwiegenden Teils der Planungsleistungen an freiberuflich tätige Architekten und Ingenieure, im Hochschulbau rd. 231,5 Millionen DM umgesetzt.
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