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Militärische Bauprojekte des Bundes und der NATO

Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen hat für die Bundeswehr mit ihren Teilstreitkräften Luftwaffe, Marine und Heer seit ihrer Gründung im Jahr 1955 eine Vielzahl von neu zu konzipierenden Kasernenanlagen mit Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäuden, Sportanlagen, Lehrsälen und Gebäuden für den technischen Bereich gebaut oder bestehende Anlagen umgebaut oder erweitert. Zu den realisierten Baumaßnahmen gehören Hafenanlagen, Flugplätze und eine große Zahl von speziellen technischen Projekten.

Beispielhaft für viele herausragende Projekte sind zu nennen:

  • Umbau der Halle 7 in ein bilaterales Ausbildungszentrum für deutsche und französische Piloten für den Kampfhubschrauber Tiger in Faßberg
  • der Neubau eines Simulationsgebäudes für die Hubschrauberausbildung als Pilotanlage und die Heeresfliegerwaffenschule auf dem Heeresflugplatz Bückeburg - Achum,
  • die Flugplatzbefeuerung auf dem NATO-Flugplatz Nordholz ,
  • Neubau eines Wirtschaftsgebäudes auf dem NATO-Flugplatz Upjever.
Entwurf: Staatliches Baumanagement Celle
Sanierung der Hubschrauberausbildungshalle 7, Flugplatz Faßberg

Um auf die oftmals identischen oder ähnlichen Bauwünsche der Bundeswehr möglichst schnell, wirtschaftlich und effizient reagieren zu können, wurden und werden Standardplanungen und Musterplanungen entwickelt. So sind beispielsweise Standardplanungen für Unterkunftsgebäude, für Lehrgebäude, für Sporthallen unter anderem entstanden. Für Küchen in Wirtschaftsgebäuden wurden abhängig von der Anzahl der Essensteilnehmer Musterplanungen für unterschiedlich große Küchenblöcke mit den Funktionsabläufen einer Küche mit Bevorratung, Entsorgung, Kochen, Essensausgabe und -rückgabe entwickelt. Veränderungen des Standes der Technik werden in die Planungen eingearbeitet.

Viele Bauwünsche der Bundeswehr haben den Charakter von Pilotanlagen. Ein großer Teil der zu realisierenden Bauwünsche sind im riesigen Liegenschaftsbestand der Bundeswehr zu verwirklichen. Für jede Bauanforderung erstellt das Staatliche Baumanagement Niedersachsen teilweise mit Hilfe von freiberuflichen Planern eine maßgeschneiderte Lösung.

Bei Schießübungen auf Truppenübungsplätzen der Bundeswehr und NATO entstehen teilweise erhebliche Schallemissionen. Um die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt exakt ermitteln und entsprechende Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, wurden Prognosemodelle wissenschaftlich erarbeitet, die abhängig vom Kaliber, Geschoss, Gelände, Witterung und anderen Parametern Voraussagen hierüber zulassen. Für Schießplätze wurden zum Schutz der Menschen und Umwelt Schalldämpfer für großkalibrige Waffen entwickelt.

Entwurf: Staatliches Baumanagement Wilhelmshaven
Neubau eines Wirtschaftsgebäudes auf dem NATO-Flugplatz Upjever

Um die Belastung der Umwelt und die finanzielle Belastung für den Bund möglichst gering zu halten, werden Simulationsgebäude für die Panzerausbildung, für Schießübungen, für die Flugausbildung unter anderem mit Hilfe des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen realisiert. Anhand dieser "Trockenübungen" kann eine Ausbildung wirtschaftlich, effizient und gleichzeitig umweltschonend durchgeführt werden. Die Wartungseinrichtungen für einfache technische und hochkomplexe Geräte sind in Baumaßnahmen zu schaffen, wie zum Beispiel eine Kompensierfläche als Pilotanlage zum Eichen von Fluggeräten.

Die Voraussetzungen zur Planung und Ausführung ihrer Baumaßnahmen, eindeutige Bedarfsbeschreibung, Grundstück und Finanzierung, werden dem Staatlichen Baumanagement Niedersachsen von der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. Die Landesbauabteilung in der Oberfinanzdirektion berät hierbei die Bundeswehr und die Bundeswehrverwaltung zum einen bei der Bedarfsbeschreibung auf Anforderung und unterstützt die Bauämter vor Ort bei der Planung und Bauausführung der Projekte und nimmt dort gleichzeitig die Aufgaben der Fachaufsicht wahr.

Künstler: Leonhard Wübbena

Wirtschaftsgebäude NATO-Flugplatz Upjever, Kunst am Bau "Up and Away"

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